Lightread – Hübscher Google Reader

Lightread

Canonical, die Firma hinter der wohl verbreitesten und einsteigerfreundlichsten Linux-Distribution “Ubuntu”, hatte in der Vergangenheit zu einem Programmierer-Wettbewerb aufgerufen, der “Ubuntu App Showdown” hieß. Die Regeln waren einfach: Programmierer aus aller Welt konnten innerhalb von drei Wochen eine Applikation für Ubuntu und somit für Linux schreiben, möglich war das unter anderem mit den hauseigenen Tools von Canonical. Danach sollte man sein Projekt einschicken wo dann eine Jury und später auch die Community über die Preisvergabe entschied.

Eines der Gewinner-Programme war der Google-Reader-Client “Lightread“. Als Begründung wurde vor allem die leichte Handhabung und das besonders gelungene Design angesprochen. Mit Google Reader kann man RSS-Feeds sammeln und organisieren. Wer aber nicht die ganze Zeit den Browser geöffnet haben möchte oder lieber Meldungen über neue Feeds bekommen will, der muss auf native Linuxprogramme wie Lightread zurückgreifen.

LightRead - LoginZuerst loggt man sich mit seinem Google-Konto in den Reader ein und Lightread liest die in Google Reader vorhandenen Feeds und Lesezustände ein.

Danach bekommt man eine Übersicht, die die Sektionen der Feeds, die Nachrichtenliste und schließlich die Nachrichten selbst zeigt. Auf der unteren Leiste rechts kann man bei den Feeds per Klick aktualisieren oder per Plus neue Feeds hinzufügen. Das orangene Design ist an das von Ubuntu angepasst. Solltet ihr also eine andere Linux-Distribution ausprobieren, könnte es sich mit eurem bestehenden Theme beißen.

LightRead - InstapaperUm einen Beitrag besser lesen zu können, kann man die “Instapaper”-Funktion nutzen. Die untere, dunkle Schaltfläche mit dem “I” verwandelt den Text aus dem Feed in eigene Zeitungsartikel. Diese Funktion kann jedoch nur mit einer Internetverbindung abgerufen werden, weil der Dienst außerhalb der Applikation liegt und den Beitrag konvertiert. Da ein Feedreader normalerweise für den Offline-Einsatz benutzt wird, könnte das möglicherweise etwas nerven. Auch Bilder werden ohne Netzanbindung nicht mehr geladen. Das bloße Durchlesen von Beiträge funktioniert aber ohne Web wunderbar.

LightRead - ShareWer Ubuntu kennt, der weiß dass unter den Standardapplikationen auch “Gwibber” dabei ist. Ein Tool, dass Twitter-, Facebook- und identi.ca-Client in einem ist und bei einem Klick auf “Send to Gwibber” das Verbreiten des Artikels ermöglicht. Pocket ist auch bekannt als “Read it later” und macht, genau wie Instapaper, nur Sinn wenn man ein Konto dort besitzt. Mit der mobilen App von Pocket könnte man auf seinem Smartphone seine Feeds weiter verfolgen.

Wer doch eher auf dunkle Themes steht oder einfach nachts nicht auf einen hellen Bildschirm blicken möchte, der kann den “Night Mode” aktivieren. Außerdem kann man in den Einstellungen auch Meldungen und die Aktualisierungsrate der Feeds einstellen.

LightRead - Black Settings

Fazit: Wer einen kleinen, schnellen und vor allem hübschen Feedreader benötigt, der sollte sich auf jeden Fall mal “Lightread” anschauen. Sowohl das Instapaper-Feature als auch das Nicht-Cachen von Bildern sind aber als kleinere Schwächen zu verbuchen. Es ist nur sehr bedauerlich, dass dies einzig und allein ein Google-Reader-Client ist und man ohne Google-Konto oder ohne Google Reader aktiv zu nutzen auch das Programm nicht verwenden könnte. Für die Zukunft wäre die Unabhängigkeit von Google und anderen Diensten gewünscht, auch eine Integration für Messenger wie Pidgin und Empathy um Freunden in der Kontaktliste Beiträge direkt zu verlinken.

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