Review — Soulver

Soulverapp

Ich hatte in letzter Zeit einiges zu tun und musste viele Prozent- und Kostenrechnungen machen. Da ich mir nicht unbedingt einen Taschenrechner schnappen oder alle Rechnungen im Kopf lösen wollte, griff ich auf die standardmäßig in OS X Mountain Lion enthaltene Rechner-Anwendung zurück. In dieser Situation fiel mir auf, wie schrecklich dieses Tool ist. Da ich sicher war, dass es irgendjemandem auf diesem Planeten geben muss, der eine halbwegs vernünftige Taschenrechner-App für den Mac entworfen hat, habe ich mich also auf die Suche nach einem solchen Programm gemacht. Glücklicherweise wurde ich schnell fündig und stellte fest, dass ich mit der neu entdeckten App viel mehr machen kann als einfach nur zu rechnen.

Die Rede ist von Soulver*. Das Tool aus dem Hause Acqualia Software (Picturesque*) macht das Lösen von Aufgaben möglich, die die Fähigkeiten des OS-X-Rechners bei Weitem überschreiten. Hierzu werden u.a. ein paar intelligente Mechanismen verwendet, die z.B. Worte wie “und” oder “weniger” als Rechen-Operatoren erkennen und nutzen.

Im Grunde genommen kann man sich Soulver als eine Art Fantastical für Rechenaufgaben vorstellen (Remember? Fantastical ist in der Lage, Worteingaben in Termine umzuwandeln): die App erkennt Schlüsselwörter und ordnet ihnen dann eine entsprechende Rolle in der Rechenaufgabe zu. Dank dieser äußerst cleveren Worterkennung weißt Soulver bspw., dass “Ich habe 2€ und bekomme 10€” nicht anderes als 2€ + 10€ = 12€ ist. Es gibt eine große Liste von Wort-Operatoren, die man über Soulvers’ Symbolleiste in den Schnellreferenzen einsehen kann.

Was kann Soulver?

Die Fähigkeiten von Soulver schließen so ziemlich alles von Prozentrechnung über Einheitsrechnung bis hin zur Anzeige von Aktien-Werten ein, Abkürzungen wie k für 1000 oder M für 1000000 versteht das smarte Tool selbstverständlich ebenfalls. Über die Formatierungsleiste kann der Benutzer mit einem Klick diverse Anzeige-Optionen festlegen und Ergebnisse bspw. binär oder hexadezimal anzeigen lassen.

Wer Soulver auch für Rechnungen verwenden möchte, die Börsenkurse mit einbeziehen, kann über das Menü “Zahlen” das Börsenkürzel des jeweiligen Unternehmens eingeben und die Währung festlegen, in der der Börsenkurs angezeigt werden soll.

 

Da Soulver sich die Ergebnisse vorheriger Zeilen merkt, können selbige ohne großen Aufwand weiterverwendet werden. Beginnt der Benutzer eine neue Zeile mit einem Rechen-Operator wie +, -, * oder /, so wird das Ergebnis der vorherigen Rechnung automatisch davor gesetzt, sodass der User selbst nichts kopieren und wieder einfügen muss.

Wählt der Benutzer in der Sidebar auf der rechten Seite ein Ergebnis aus und klickt  in der Symbolleiste auf “Antwortpalette”, so werden weitere Einheiten und Darstellungsmöglichkeiten (binär, hexadezimal) für dieses Ergebnis angezeigt. Wer eine Rechnung für später aufheben möchte, kann sie einfach in einem sog. “Soulver Document” abspeichern. Ein Gesamtergebnis aller in einem Dokument getätigten Rechnungen wird stets am unteren Fensterrand angezeigt.

Fazit

Soulver macht das Rechnen mit den verschiedensten Einheiten, Rechen-Operatoren und Börsenkursen zum Kinderspiel. Die clevere Worterkennung weiß stets, was gemeint ist, und markiert die für die Rechnungen relevanten Schlüsselwörter farbig, sodass der Benutzer stets weiß, womit Soulver momentan arbeitet. Meiner Meinung nach ist das Programm seine 9,99€* auf alle Fälle wert.

 

[Image Credit: Black Coffee for Breakfast in White Porcelain Cup von epSos.de]
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